VERHALTENSVEREINBARUNG

» 1. Platz beim Fairness Award für unsere Verhaltensvereinbarung!! »

BG/BRG KLOSTERNEUBURG

hier zum download

Grundsatzerklärung
Unsere Schule versteht sich als Ort des gemeinsamen Lehrens und Lernens.
Bildung verstehen wir in einem umfassenden Sinn als den gesamten Menschen
betreffend. Dazu gehören Wissensvermittlung, Entwicklung sozialer Fähigkeiten und
eines weitreichenden Umweltbewusstseins, Entdecken des eigenen kreativen
Potenzials sowie Wertschätzung der eigenen körperlichen Fähigkeiten.
Um diese Ziele erreichen zu können, erklären wir – Lehrer, Schüler, Eltern und
Schulpersonal – uns bereit, unseren Beitrag zu leisten, und zwar jeder nach seinen
eigenen Befähigungen und Aufgabenbereichen:
Damit Bildung und Wissensvermittlung stattfinden können:

  • Wir erledigen unsere Arbeiten vollständig und rechtzeitig.

  • Wir haben die für die jeweilige Stunde erforderlichen Unterlagen rechtzeitig vorbereitet.

  • Wir achten darauf, dass der Unterricht unmittelbar nach dem Läuten beginnen kann. Deshalb gehen Schüler nach der Pause sofort in ihre Klassenzimmer.

  • Sollte ein Lehrer fünf Minuten nach Unterrichtsbeginn noch nicht erschienen sein, fragt der Klassensprecher im Konferenzzimmer bzw. in der Administration nach.

  • Während des Unterrichts konzentrieren wir uns auf unsere Aufgaben.

  • Wir stören den Unterricht nicht durch Verwendung von Handys und anderen elektronischen Geräten. Begründete Ausnahmefälle werden im Unterricht von den betroffenen Lehrern und Schülern direkt und persönlich besprochen. Ungerechtfertigt verwendete Geräte sind von den Schülern selbst nach Aufforderung durch den Lehrer im Sekretariat abzugeben und können am Ende des Schultages abgeholt werden. Im Wiederholungsfall (dreimalig) müssen die Eltern diese abholen.

  •  Lehrer unterstützen Schüler individuell und gehen auf sie persönlich ein.

  • Fragen sind ein wichtiger Teil der Bildungsarbeit. Sie sind daher willkommen und werden entsprechend ihrer Wichtigkeit und Dringlichkeit behandelt.

  • Feedback der Klassen bezüglich Arbeitstempo und Erklärung des Lernstoffes wird von Lehrern ernst genommen und – wo möglich – auch berücksichtigt.

  • Wir suchen gemeinsam Wege zur Leistungsverbesserung.

  • Wir gehen in allen Gesprächen und Auseinandersetzungen bezüglich der Leistung und ihrer Beurteilung vom guten Willen aller Beteiligten aus und unterstellen nicht von vorneherein Unfähigkeit und unlautere Absichten.


Damit wir als Menschen menschlich miteinander umgehen:

  • Wir grüßen einander. Am Anfang jeder Unterrichtsstunde tun wir dies im Stehen.

  • Wir achten in unserer Sprache und Körperhaltung darauf, unserem Gegenüber respektvoll zu begegnen.

  • Jede Form von körperlicher oder verbaler Gewalt widerspricht zutiefst unseren ethischen Grundsätzen und den von uns angestrebten Zielen. Wir lehnen sie daher ab. Im Konfliktfall suchen wir das Gespräch über die Klassenvorstände, die Mediatoren, die Vertrauenslehrer, die Sozialarbeiter von X-Point oder andere Vertrauenspersonen.


Damit unser Schulhaus für alle ein Platz zum Wohlfühlen bleibt:

  • Wir tragen Sorge, die Einrichtung unseres Hauses nicht zu zerstören oder zu beschmutzen. Für unsere Zeichnungen, Notizen und anderen kreativen Einfälle verwenden wir eigenes Papier und nicht die Einrichtungsgegenstände oder Wände unserer Schule.

  • Da das Tragen von Straßenschuhen nicht nur mehr Schmutz, sondern als Konsequenz auch höhere Reinigungskosten verursacht, tragen wir im Schulhaus Hausschuhe. Auch Lehrer werden gebeten, sich an diesem gemeinsamen Ziel durch das Tragen angemessenen Schuhwerks zu beteiligen.

  • Schüler verstauen Straßenschuhe und Kleidungsstücke in ihren Garderobekästchen. Nicht verwendete Schulsachen bringen sie in den dafür vorgesehenen Ablagen unter.

  • Jeder ist für die Sauberkeit des Schulhauses mitverantwortlich. Wir entsorgen unsere Abfälle getrennt in die dafür vorgesehenen Behälter.

  • Die Klassenordner sind dafür verantwortlich, den Klassenraum für die folgende Unterrichtsstunde vorzubereiten.

  • Die Schüler reinigen die Tafel und entsorgen ihren Schmutz nach jeder Stunde. Am Ende der letzten Stunde stellen sie ihre Sessel auf die Tische. [Ausnahme: Freitags bleiben die Sessel unten].

  • Im gesamten Schulgebäude rauchen Lehrer nicht, Schüler im gesamten Schulareal.

  • Alkoholisierung oder Gebrauch von Suchtmitteln vertragen sich nicht mit unserem Schulprofil, transportieren ein negatives Bild nach außen und werden von den Schulpartnern nicht toleriert.

  • Schüler nehmen Speisen nur in den Pausen bzw. in Freistunden an den dafür vorgesehenen Plätzen ein.

  • Sofern vom Lehrer erlaubt, dürfen Schüler während des Unterrichts Getränke zu sich nehmen, jedoch nur aus fest verschließbaren Gebinden.

  • Wir belästigen andere nicht durch laute Musik oder Lärm.


Damit Gefahrensituationen so gut wie möglich vermieden werden:

  • Schüler betreten die Gänge und Unterrichtsräume erst nach 7:45 Uhr. Davor können sie sich in der Aula 0 oder im Schüleraufenthaltsraum aufhalten.

  • Während des Vormittagsunterrichtes (inkl. Freistunden) verlassen Schüler das Gebäude nicht, außer in begründeten Ausnahmefällen nach Abmeldung im Sekretariat, bzw. als eigenberechtigter Schüler beim Lehrer.

  • Wir informieren uns sehr sorgfältig über unsere Pflichten im Brand- oder Katastrophenfall, um adäquat reagieren zu können.

  • Schüler öffnen die Fenster im Unterricht nur nach Absprache mit dem Lehrer.  In den Pausen bleiben sie geschlossen oder werden gekippt.

  • Wir weisen schulfremde Personen darauf hin, sich in der Direktion zu melden. Tun sie das nicht, informieren wir selbst das Sekretariat.


Damit der Kommunikationsfluss aller Beteiligten erhalten bleibt:

  • Eltern melden Adressänderungen und Änderungen der Erziehungsberechtigung umgehend dem Klassenvorstand.

  • Lehrer können in ihren Sprechstunden bzw. nach telefonischer Vereinbarung kontaktiert werden. Zusätzlich gibt es auf der Schulhomepage E-Mail- Adressen, unter denen Lehrer schriftlich erreichbar sind.

  • Für Schüler-Lehrergespräche stehen die 10-Minuten-Pausen zur Verfügung, die 5-Minuten-Pausen dienen Lehrern zur Erholung und Vorbereitung.

  • Eine Gruppe bestehend aus mindestens zwei Vertretern jedes Schulpartners trifft sich mindestens zweimal jährlich, vor allem aber im Bedarfsfall, um die in den Verhaltensvereinbarungen festgeschriebenen Richtlinien zu überdenken und gegebenenfalls auch zu verändern.


Damit diese Verhaltensvereinbarungen auch tatsächlich eingehalten werden:

 

  • Lehrer loben positives Verhalten, sammeln positive Beobachtungen und melden diese dem Klassenvorstand. So erhalten Schüler am Ende jedes Jahres ein von der Direktion unterzeichnetes Zertifikat, in dem ihre besonderen Leistungen gewürdigt werden. Dieses bietet über die Funktion des Motivierens hinaus vor allem auch noch die Möglichkeit, es als Beilage für z.B. einen Lebenslauf oder eine Bewerbungsmappe zu verwenden.

  • Schüler und Eltern würdigen Lehrerleistungen in verschiedenen Bereichen am Ende jedes Schuljahres. Die Form, in der dies erfolgt, wählen sie selbst.


Wenn’s einmal (oder öfter) nicht klappt:

 

  • Lehrer sind aufsichtspflichtig und entscheiden daher über disziplinäre Maßnahmen. Der ihnen zur Verfügung stehende Katalog beinhaltet:


o Ermahnung und Belehrung
o Information der Eltern bzw. Erziehungsberechtigten
o Verhaltensnoten
o Belehrendes Gespräch mit dem Hausordnungs-Verantwortlichen, der
gemeinsam mit dem Klassenvorstand weitere Maßnahmen beschließt:

  • Verpflichtung zu einer gemeinschaftsdienlichen Tätigkeit (möglichst im Zusammenhang mit der Verfehlung)

  • In schweren Fällen, bei Uneinsichtigkeit und im Wiederholungsfall: Disziplinarkonferenz, Androhung des Ausschlusses, Ausschluss

  • Schüler wenden sich bei Problemen mit Lehrern entweder an diese selbst, an den Klassenvorstand, an ihre Klassensprecher bzw. Schülervertreter oder Vertrauenslehrer, mit denen sie das weitere Vorgehen besprechen und so zu individuellen Lösungen finden können.

  • Eltern suchen das Gespräch mit dem jeweils zuständigen Lehrer. Ist ihnen dies nicht möglich, wenden sie sich zunächst an den Klassenvorstand, dann an die Direktion. Selbstverständlich stehen ihnen bei Problemen auch die Elternvertreter mit Rat und Tat bis hin zur persönlichen Vertretung zur Verfügung.


Anmerkungen:
1. Gesetzliche Vorschriften (Schulunterrichtsgesetz, Jugendschutz etc.) sind selbstverständlich
Teil der Hausordnung und müssen hier nicht gesondert angeführt werden.
2. Aus Gründen des besseren Leseflusses haben wir auf das Gendern dieses Textes verzichtet.